Auf Abwegen!

Neues in 2019

M.Y. Beothuk Basel bekommt ab 16.03.19 einen Skipper. Einschiffung in Speyer.

https://www.linssenyachts.com/images/panoramas/VirtualTourGrandSturdy500ACVariotop.htmlm

Ankomme Samstag, den 16.03.19 in Speyer. Erste Fühlungsaufnahme mit dem Eigner und der später dazu kommenden Bootsfrau Gosia, eine Polin.

Ein Abendessen im Brauhaus rundeten die ersten Eindrücke ab.

Der Sonntag zeigte uns Crew kräftig am Schiffle Innen und Außen putzen. Der Nachmittag war dann zur freien Gestaltung. Der Dom und das Technische Museum in Speyer hatten es mir angetan. Ein Butter Einkauf an einer Aral Tankstelle brachten mir eventuell die ersten Pluspunkte ein, denn es mangelte an Butter. Hatte morgens schon Glück beim Brot holen. Eine Konditorei die erst um 08:00 öffnete, verkaufte mir Butter Stückchen um 07:00 Uhr. Dank Fensterputzer war die Eingangstüre geöffnet, und einmal drin – bekam ich meine Butter zu 0,70 cent das Portiönchen.

  • Morgens um 07:00 Uhr – Menschenleer.
  • Naja, dann gab´s ja doch noch ein Portiönchen Butter.

  • Links neben dem Turm gab´s frische Brötchen, nachdem ich an drei geschlossenen Bäckereien vorbei kam.
  • Speyer hat was!
  • …..vor allem das Technische Museum ist hervorragend
  • da könnte man gerne zwei Tage verbringen.
Unglaublich interessant!
  • Montag, den 18.03.19 Crew dachte Eigner scherzt, da wir erst Dienstags ablegen wollten.
  • Sonne war shining, Stimmung gut, so warfen wir die 300 PS an und legten ab. Der Rhein packte uns mit 4,7 kn. Strom und schob uns mit 10 kn+ Talwärts. Der geneigte Leser merkt schon, dass ich als Binnenschiffer Neuling einige Binnen Begriffe beherrsche. 😉
  • Schnell nach Germersheim. Dank Tel. Voranmeldung einen Platz zugewiesen bekommen. Erste Anbindeversuche mit der neuen Crew. Das Lassoing lernt jetzt Gosia von mir. Hatte ja auf Rügen genug mit dieser Technik ausgebildet. Anlegen mit diesem Boot mit Bow- und Stern Thruster eh kein Problem. Skipper drückt das Boot an die Mole bis die Crew die Leinen belegt hat.

Dienstag, den 19.03.19 riss uns Vater Rhein geschwind nach Oppenheim zum Treibstoff Bunkern. Eben mal 967l x € 1,23 und schon schifften wir bei Mainz unner der Brück in den Main. Ein in Rauschefahrt entgegen kommendes WaschPo Boot nahm die Fahrt weg und wie vermutet, drehte er hinter uns durch und lief langsam an Bb. hinter uns mit. Die hatten noch nie so eine brandneue Linssen gesehen meinten wir und dann fuhr der Ordnungshüter wieder zurück wo er vorher mit Brassfahrt herkam. Was wollten die?

Einige Kilometer Stromaufwärts kam am linken Ufer, was unser rechtes ist, bei Km 1.1 die Fa. Rhein Main Bootswerft Winkel in Sicht. Wir hatten uns vorher angemeldet und so nahmen sie unseren Honda Outborder zur Brust. Der stand zu lange und deshalb war, wie wir vermuteten, der Vergaser verharzt.

Nach 1,5 Std. war der Schaden behoben, Dinghy lief wieder, so kam unsere erste Schleuse Kostheim – 0 Problemo und wir schleusten in Eddersheim, und bei Km 24,7 legten wir bei der Fa. Speck an. Die hatten uns die richtigen Filter und ein neuer Fender ward auch gefunden und sonst noch ein paar Kleinigkeiten die des Skippers Herz erfreuten. Jetzt wissen wir auch ganz genau wo sich der Heizungs Abgas Ausgang befindet. 😉

Ein FB-Bekannter, Joe Straub, besuchte uns abends an Bord und so wurde viel erzählt und ein Fläschchen Roten auch geköpft. Joe überließ uns freundlicher Weise seinen aus Binnenschiffers Zeiten in Ehren gehaltenen „Weska 95“ Das war die „Bibel“ der Binnen Schiffer. Weska ist vergriffen und es gibt auch nichts Neues über den Main, so können wir auf Profi Auskünfte, wenn auch aus 95, Zugreifen.

Mittwoch, den 20.03.19 sah uns morgens 07:00 Uhr ablegen und wir liefen bis Aschaffenburg, wo die Crew Einkaufen ging und sich die Füße wund trat. Vielleicht tut diese Lauferei meinem Arthrose Fuß gut. Glaube ich aber nicht.

Donnerstag, den 21.03.19 wieder morgens früh um 07:00 Uhr los, 4 Schleusen sind zu bewältigen. Manchmal müssen wir auf einen Talfahrer warten, machen auch schon mal im Schleusen Vorhafen fest um zu Warten und um anschließend Bergwärts zu Schleusen. Die Kommunikation mit den Schleusen Meistern klappt hervorragend, die Crew handelt die Leinen. Beim Steigen muss die Mittelspring nach Oben umgesetzt werden, auch das macht die Bootsfrau recht gut. Wenn der obere Poller etwas nach Hinten steht, übe ich schon mal den Weitwurf. Dieses „Lassoing“ wie einige Skipper das auf Rügen lehren, macht sich auch hier einfach bezahlt.

17:00 Uhr machten wir in Miltenberg fest. Das ist ja wirklich ein Kleinod und so blieben wir dort auch am 22.03.19

Abends lud der Eigner zum Essen im „Riesen“ ein. Ältestes Restaurant Deutschlands. Da speisten schon Kaiser. Naja, wir waren schließlich auch wer odrr?

Samstag, den 23.03.19 Ganz früh los war die Devise. Bis Würzburg 58 km und 5 Schleusen. 06:00 Uhr Ablegen und….und wir fahren in Nebel hinein der über dem Fluss liegt. Aber mit AIS, Plotter und Radar wird auch das gemeistert. Der Main ist stellenweise ganz schön schmal. Wie mag das erst bei Niedrigwasser sein?

In der zweiten Schleuse lassen wir zum Glück etwas vom Ziel Black Sea verlauten. Darauf der Schleusenmeister, ob wir etwas von der Sperrung gehört hätten. Nö!

Ein Binnenschiff liegt vor uns und die Unterhalten sich und so kommen wir in den Genuss einer ausgedruckten Meldung von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt Standort Würzburg. Unser Dank an den freundlichen Binnenschiffer. Woher soll so ein Binnenschiffer Neuling das wissen? Bei ELVIS haben wir nichts gefunden. Soll dort auch sehr versteckt sein wie man uns sagte.

Nun, vom 26.03.19 bis 12.04.19 sind alle kommenden Schleusen vor uns in der Jahres Revision. Fieberhaft nach Lösungen suchend, Würzburg will uns auch nicht so richtig, denn die Sportboothäfen sind mit unserer Größe mitunter überfordert und im schwelligen Fahrwasser wollen wir auch keine 3 Wochen verbringen. So kommen wir an einem Städtchen vorbei, sehen im letzten Moment so etwas wie einen Seitenarm und Skipper meinte etwas wie einen kleinen Hafen zu sehen und schon kehrten wir um und stellten uns vor die niedrige Brücke.

„Hafen des Motorboot Yacht Club Wertheim und seinen Gästen lasen wir. Flugs war der Eigner am Telefon und schon durften wir einlaufen. 10 cm trennte die Antenne von der Brücke, aber wir hatten ja noch die Option des Mast legen, und so machten wir am Club Schiff, ehemaliges Ausflug Schiff, fest.

Tatsächlich, der später hinzu gekommene Club Präsi war sehr freundlich, wir können so lange liegen bleiben, haben Strom und Wasser, ein schnuckeliches Städtchen um uns herum und direkt Vis a Vis ein Pils Stüble welches auch Wein ausschenkt. (Ich habe mich auf Bier Entzug eingestellt!)

Fortsetzung folgt:

Na, wenn das man nix iss!

  • Heute, den 25.03.19 mal den neuen Backofen zur Brust genommen, ebenso die ebenso neue Waschmaschine. Extra den Boiler ausgeschaltet, aber 2 Geräte + unseren Charger ging ja gar nicht. Hafenmeister Herr Freund, ja er ist wirklich ein Freund, gerufen und die Sicherungen auf dem Clubschiff „Germania“ blieben nicht mehr drin. Kurzerhand unser Schiff umgedreht und jetzt reichte unser Kabel an die Stege, die seien höher abgesichert so Hr. Freund. Genau, jetzt funzt´s und ich kümmere mich um die neue Waschmaschine mit ihren vielen Programm Möglichkeiten. Ein Trockner ist auch integriert und bei dem zweiten Waschgang klappt sogar das S.58/12.1 Nonstop Programm / Waschen und Trocknen. Ha! 😉
Bild könnte enthalten: Himmel und im Freien




Autor: skip wolf

Meine maritimen Aktivitäten sollen hier mit der Zeit ein Gesicht bekommen!

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