Wie an anderer Stelle angemerkt, ereilte uns Hans´s unergründlicher Entschluss uns auszutauschen. Ein Student als Ersatz für mich DM 2000,00 und ein Caribbean DM 500,00 sind natürlich ein unschlagbares Argument gegen unser Salär von DM 7800,00.

- So gab es einen letzten schönen Segeltörn um meinen Nachfolger einzuführen, noch ein gemeinsames Essen im Steigenberger Hotel in St. Lucia und kurz darauf flog meine Bootsfrau nach Fm./M und ich segelte noch 4 Wo. mit Hugo, Heidi uns seiner „Mata Hari“ den Inselbogen südlich bis Grenada. Mit dem Island Hopper zurück nach St. Lucia, flog ich auch back to Germany um dann mit Ehefrau, ja wir hatten vor der Atlantik Tour geheiratet, nach Villefranche zu übersiedeln.


- So sah uns die Cote d´Azur wieder und unser Trauzeuge Heie, auch Skipper, engagierte mich als First Mate.

- Erstmalig weiße Uniform, zum Glück ohne Epauletten und Dreispitz, aber mit Schiffsname auf der Brust…..ich war jetzt der P´tit Louis…..hüstel!
- Tagelang, Wochenlang Warten, dann zweimal schnell nach St.Tropez, ein paar illustre Gäste an Bord, Yannick Noa z.B. und soo´n paar Renommir Damen….ich vermisste meine Frau!

- Naja, sieht ja alles ganz nett aus, aber diese ewige Warterei ob da nun jemand kommt oder nicht, das war ich einfach nicht gewohnt und zwei Skipper an Bord, obwohl befreundet, und dann noch zwei Wassermänner….geht gar nicht. So verließ ich den Dampfer nach 2 Monaten und schloss meine Frau in die Arme.

- Ich habe es eh lieber etwas ungezwungener!

- So, der Küstenklatsch berichtet mir von dem gesundheitlichen Maleur des Queen V Eigners und schon hatten wir Beide ein längeres Gespräch und schon bekam ich den Werftaufenthalt als Aufgabe und danach entwickelte sich wieder eine Fest Anstellung für uns Beide.
- Schön wen einem die Chefin sagt, dass sie froh ist uns Beide wieder zu Haben!

- Als (Wieder) Neuer Besen habe ich den etwas vernachlässigten Maschinen Raum auf Vordermann gebracht. Den Rumpf von Hand poliert, immerhin ein 26 m Dampfer, dann noch einen Zylinderkopf gewechselt, Ventile eingeschliffen und nach getaner Arbeit war der Eigner sehr zufrieden. Achja, die Decks Nuten ausgefräst, 760 Schrauben tiefer gesetzt und neu verdübelt und dann das ganze Teak Deck unten und oben neu vergossen und abgeschliffen. Sah dann aus wie Neu. Später voll des Lobes, legte er mir bei einem gemeinsamen Frühstück DM 3000,00 als Dankeschön neben den Teller. So kann´s gehen!

- Jaja, war schon arbeitsreich.
- Aber das Deck war hinterher dicht, wie schon viele Jahre zuvor nicht mehr.
- Wir hatten noch drei schöne Jahre gemeinsam, allerdings wurde der Eigner immer hinfälliger, so dass der Familienrat beschloss das Schiff zu verkaufen. Ich wurde an dem Verkauf mit einer Prämie beteiligt und so sahen meine Frau und ich froh Gemutes in die Zukunft. Inzwischen hatte sich unsere Tochter angemeldet und erblickte das Licht der Welt in 1989.















