Wie fing eigentlich alles an?

Es war so um 1956

…..du sollst nicht immer Schiffe malen meinte öfters mein Lehrer – Der hat gut Reden, mein Herz war voll von Schiffen und der Seefahrt.

Da wurde flugs in meiner Heimatstadt Bad-Hersfeld eine Marine-Kameradschaft gegründet und als Anhängsel die Marine Jugend und genau dort bin ich Mitglied geworden. Ein „Päckchen“ ward alsbald von einem Schneider angefertigt und wir sonnten uns im neuen Tuch mit Matrosen Kragen.


1959 an der Pier in Stralsund.
Ich sollte 57 Jahre später wieder mit einem Schiff´chen, einer Segel Yacht, erneut an dieser Pier Fest gemacht haben, nämlich 2016. Aber zu der Geschichte komme ich später noch.
Etwa 3 Monate befuhr ich als Decks Junge/Moses die Ostsee von Nov. 1959 bis Februar 1961. Die Reisen führten nach Dänemark, Süd Schweden und zweimal hinter den „Eisernen Vorhang“ nach Stralsund.
Höhepunkte waren Festsitzen im Eis und ein Loch im Schiffs Boden in welches ich meinen Finger zunächst hinein stecken musste bis ein Holz Propf geschnitzt war. War schon lustig diese Zeit. Da Winter und keine Heizung auf See im Vor Logis, gab´s auch kein Wasser zum Waschen. Einmal war ich in Hamburg bei meiner Cousine in der Badewanne….die spricht Heute noch erstaunt von dem Schmutz Film am Wannenrand nach Ablauf des Wassers. 
Tja Freunde, so eine Kümo Schifferei im Winter 59 kann man sich Heute gar nicht mehr vorstellen. Da gäb´s noch so viele Döntjes zu Berichten, aber das würde ja den Rahmen hier Sprengen. 
Nachdem ich tapfer einige Monate durchgehalten hatte, immerhin spuckte ich seekränkelnder Weise bis grüne Galle kam, zweimal sinnentschwindend zu Boden fiel, einmal in der Kombüse und einmal an Deck – Aufwachender Weise umarmte ich einen Poller auf der Poop, kamen mir so langsam Bedenken ob die Handels Schiffahrt das richtige für mich sei. So ein Shit, ich war 14 Jahre alt und eigentlich ein Mann – oder doch noch nicht!?
Ihr ahnt es schon geneigte Leser, einen Werftaufenthalt in Wischhafen, wegen dem Loch im Rumpf, ausnutzend, musterte ich ab. Kaptän wollte mich noch zum Kochen da Behalten, aber mich hielt nun nix mehr.
So zerplatzt ein Kinder Traum. Vielleicht hätte ich noch ein bisschen Spielen sollen und mit 16 wieder Angreifen. 
Jetzt im Nachhinein weiß ich, dass ich ein Spät Berufener bin. So schipperte mich die Fähre Wischhafen – Glücksburg auf das rechte Elb Ufer, mit dem Zug gen Hamburg zu den Verwandten und Vater und Mutter holten den Jungen ab und in Bad-Hersfeld fing ein neuer Lebens Abschnitt an. 
1959 an der Pier von Stralsund

Autor: skip wolf

Meine maritimen Aktivitäten sollen hier mit der Zeit ein Gesicht bekommen!

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