Thomas kann so nett Fragen und so hörte ich mich „Ja“ sagen zu einer Reise die ich gar nicht mehr machen wollte.
Wie das? Na ja, eine Reise von Rügen nach Porto im Oktober durch Ostsee – Nordsee – Englischer Kanal – Biscaya und ein Stück die Portogiesischen Küste hinunter ist nun mal nicht alltäglich und mit Mühsalen verbunden. Das wusste ich ja noch sehr deutlich von vor drei Jahren, als ich fast die gleiche Reise von Rügen nach La Coruna durchführte.

Nordsee 
Den Helder 
Den Helder
Morgens durch den NOK / Kiel Kanal mit Übernachtung in der kleinen Marina Brunsbüttel.
Nächstens in die Elbe und zwischen den Inseln und der VTG gen Norderney.
Als nächstes nach Den Helder, dann Scheveningen.
Anhand der Meteo entscheiden wir gemeinsam, dass wir nicht wie ursprünglich von mir geplant dicht unter der Küste südlich der Flämischen Bänke Segeln, sondern im VTG / Verkehrstrennungsgebiet unter der englischen Küste Segeln. Im Nachhinein betrachtet, war das die richtige Entscheidung, da der Wind von SW wie geplant auf ONO drehte. Allerdings in der Nacht mit Bft.7 und 3-4 m Welle!
Wir hatten dann schönes Segeln bis Cherbourg wo es im „Theo Grill“ ein köstliches Essen gab.
Die Voraussagen waren denkbar schlecht, aber nützt ja nix, so liefen wir aus und kreuzten in die Biskaya hinein.
Da sollte laut Windvorhersage ein Streifen sein mit der richtigen Windrichtung und tatsächlich fanden wir die und ab da konnten wir zunächst so halbwegs in die nicht ganz falsche Richtung Segeln und später tatsächlich mit einem direkten Kurs gut frei haltend von der NW Ecke Spanien.
Aber der Seegang Freunde – das arme Schiff, was das in den Wellen geballert hat, das war beängstigend. Irgendwann klemmte die Bb. Vorschiffs Türe. Dank kräftigem Tritt, schloss sie dann.
Sah es Eingangs Biscaya aus als wenn wir nie halbwegs pünktlich ankommen würden, lief es dann immer besser und siehe da, am Do. den 10.10.19 um 15:45 Uhr liefen wir in Porto ein.
Keiner kam auf die Idee sich über die frühe Ankunft zu beschweren wie das noch vor drei Jahren der Fall war. Da meinte doch tatsächlich einer, dass ihm ein Segeltag verloren gegangen war.
Wir waren froh, dass alles so gut geklappt hat und etwas geschafft natürlich!



Auslaufend Cherbourg 





Na Skipper……
…..also du liegst lang in der Koje, nimmst eine Verkleidung ab um an die Steuerungs Mimik zu gelangen. Das Schiff schlingert und ballert im Seegang, ich meine das ganze Primborium war ja schon ein paar mal auf. In Denhelder hatte ich ja einen gebrochenen Bolzen ersetzt damit der Ruder Quadrant wieder von der Hydraulik Ramme angesteuert wurde und das verbogene Gestänge des Ruderlage Anzeigers auch gerichtet war.
Ja und jetzt liege ich schon wieder da achtern um zu reparieren und kann nur mit einer Hand Arbeiten!
Da kann man doch schon mal anschließend so „gewinnend“ schauen odrr? 😉

Auf Wache in der Biscaya 

Nun sind wir drin in Porto 










Lucky Crew!







