2016 Jetzt geht´s richtig los!

  • Im Nov.15 traf mich dieses schöne Schiff, bzw. dessen Eigner und alsbald kristallisierte sich eine Anstellung als Captain heraus. Zuvor einige Fortbildungsmaßnahmen waren angesagt und danach im Februar 2017 ging es los.
  • Nach meinem Yachtmaster in Southampton flog ich nach Brindisi und übernahm den Dampfer.
Werft Idylle
Blick von Pegasus Blue
Hafen Brindisi
Mein Schiff
Vordeck Pegasus Blue
Nach dem bestandenen Online Course PPR kam dann auch mein Commercial Endorsement
…..und wie es so geht im Leben – „Nichts ist so beständig wie die Veränderung“ – Habe ich dem Schiff lebewohl gesagt. Mit einem First Mate der nach Bier Genuss ausrastete und seiner Quasselstrippe, wollte ich nichts zu Tun haben. Mit Meldung und Einverständnis der Eigner, damals dachte ich noch, dass Corinne eine Miteignerin sei, diese dachte das auch, aber inzwischen wissen wir, dass dem nicht so ist. Habe ich dann postwendend abgemustert. Nun gut! Auf zu Neuen Ufern.
  • Also, weiter nach einer Heuer Ausschau halten. Im Internet fand ich einen Anbieter im Nordosten auf der schönen Insel Rügen und konnte dort Mitte Mai anfangen. Interessant, dass ich 1959 mit M.S. Heimatland an der Pier in Stralsund lag und nach Rügen rüber schaute. Wie gesagt, 2016 legte ich mich in Gedenken mit meinen Yachten an genau diese Pier.
  • Urlauber, Schüler, Skipper Trainings waren die Aufgaben die ich zu bewältigen hatte. Rund Rügen, Dänemark, Schweden waren die Ziele. Eine tolle Zeit!

Tja, so ging das Jahr 2016 zu Ende und ich „erhohlte“ mich von dem Segler Stress zu Hause in RV in meiner Captain´s Suite.

  • Ist zwar nicht zu Hause, aber als Beispiel für die Erholung ganz brauchbar.

2015 S.Y. Shalimar-Wieder dabei!

  • Am 17.04.15 kam ich von Cape Town zurück und fand sofort einen Berliner Anbieter für Segelreisen im Saronischen Golf / Kykladen.
  • Die nächsten 4 Monate segelte ich Urlauber meistens von Poros aus in diesen herrlichen Gewässern umher. Manchmal blies der Meltemi ziemlich hart, aber das ist da eben so!

  • Poros, mein Zuhause!
  • Eine extrem schöne Zeit dort. Von Tavernen Wirten hofiert, hast das Gefühl, sind alles Freunde. Sind eh alles Cousins die Griechen!

2015 Nachsaison. Neue Aussichten!

Ein Schweizer wird durch FB auf mich aufmerksam. Auf diesem 29m Segler soll ich Captain werden. Zuvor ist aber noch ein wenig Fortbildung angesagt die da wäre:

STCW95 in Rostock, Seediensttauglichkeit Untersuchung, LRC in Berlin, RYA Yachtmaster Offshore mit Commercial Endorsement in Southampton. Tja, dann mach ich mal!

Nach dem Sprung aus 5m Höhe

 

 

Schöne Paddelei im kalten Wasser
Corinne & Meinereiner im AFZ zu Rostock
Guck nicht so angespannt
Gegenseitige Hilfe ist erforderlich
Febr. 17 im Solent
Im besten Pub von Southampton
Im Hamble River
Stepe mein Mitstreiter

2015 S.Y. Kira v. Celle

  • Das ganze Landleben seit 1992 hat hier auf der maritimen Seite nichts verloren. Nur soviel: Modellflieger, Ski Touren Geher, Gletscherausbildung, Kletter Ausbildung, und 10 Jahre Paragliding und nebenher 15 Jahre Arbeit in einer Maschinen Fabrik, verrentet und nochmal 6 Jahre Nebenjobs um das Hobby zu finanzieren.
  • Aber nun wird´s ernst! Nach einer Achillis Sehnen Ruptur war ich 3 Monate gegroundet und dann traf ich Eddy virtuell auf FB. Nach einigen Telefonaten trafen wir uns auch reell in Dubay und flogen weiter nach Kuala Lumpur zur Kira v. Celle.
  • So, jetzt sind wir beim Thema!
  • Folgt mir bitte an Bord.
  • Von Pangkor Island/Lumut Malaysia segelten wir sie Ausgangs Malakka Street über die Malediven, die Seychelles in einem Zug nach Cape Town SA.
  • Insgesamt waren wir 3 Monate an Bord und haben ca. 6000 sm zurück gelegt.
  • Da ich das nach über 20 Jahren Meeres Abstinenz gut vertrug, kam in mir der Wunsch auf, das ev. wieder professionel zu betreiben.
Im Lankawi Archipel

Wie fing eigentlich alles an?

Es war so um 1956

…..du sollst nicht immer Schiffe malen meinte öfters mein Lehrer – Der hat gut Reden, mein Herz war voll von Schiffen und der Seefahrt.

Da wurde flugs in meiner Heimatstadt Bad-Hersfeld eine Marine-Kameradschaft gegründet und als Anhängsel die Marine Jugend und genau dort bin ich Mitglied geworden. Ein „Päckchen“ ward alsbald von einem Schneider angefertigt und wir sonnten uns im neuen Tuch mit Matrosen Kragen.


1959 an der Pier in Stralsund.
Ich sollte 57 Jahre später wieder mit einem Schiff´chen, einer Segel Yacht, erneut an dieser Pier Fest gemacht haben, nämlich 2016. Aber zu der Geschichte komme ich später noch.
Etwa 3 Monate befuhr ich als Decks Junge/Moses die Ostsee von Nov. 1959 bis Februar 1961. Die Reisen führten nach Dänemark, Süd Schweden und zweimal hinter den „Eisernen Vorhang“ nach Stralsund.
Höhepunkte waren Festsitzen im Eis und ein Loch im Schiffs Boden in welches ich meinen Finger zunächst hinein stecken musste bis ein Holz Propf geschnitzt war. War schon lustig diese Zeit. Da Winter und keine Heizung auf See im Vor Logis, gab´s auch kein Wasser zum Waschen. Einmal war ich in Hamburg bei meiner Cousine in der Badewanne….die spricht Heute noch erstaunt von dem Schmutz Film am Wannenrand nach Ablauf des Wassers. 
Tja Freunde, so eine Kümo Schifferei im Winter 59 kann man sich Heute gar nicht mehr vorstellen. Da gäb´s noch so viele Döntjes zu Berichten, aber das würde ja den Rahmen hier Sprengen. 
Nachdem ich tapfer einige Monate durchgehalten hatte, immerhin spuckte ich seekränkelnder Weise bis grüne Galle kam, zweimal sinnentschwindend zu Boden fiel, einmal in der Kombüse und einmal an Deck – Aufwachender Weise umarmte ich einen Poller auf der Poop, kamen mir so langsam Bedenken ob die Handels Schiffahrt das richtige für mich sei. So ein Shit, ich war 14 Jahre alt und eigentlich ein Mann – oder doch noch nicht!?
Ihr ahnt es schon geneigte Leser, einen Werftaufenthalt in Wischhafen, wegen dem Loch im Rumpf, ausnutzend, musterte ich ab. Kaptän wollte mich noch zum Kochen da Behalten, aber mich hielt nun nix mehr.
So zerplatzt ein Kinder Traum. Vielleicht hätte ich noch ein bisschen Spielen sollen und mit 16 wieder Angreifen. 
Jetzt im Nachhinein weiß ich, dass ich ein Spät Berufener bin. So schipperte mich die Fähre Wischhafen – Glücksburg auf das rechte Elb Ufer, mit dem Zug gen Hamburg zu den Verwandten und Vater und Mutter holten den Jungen ab und in Bad-Hersfeld fing ein neuer Lebens Abschnitt an. 
1959 an der Pier von Stralsund

1974 Die Seefahrt hat ihn wieder!

Nach 13-jährigem Landleben, davon 6 Jahre in der Schweiz, während dem auch fleißig Jolle und Katamaran gesegelt wurde, fand ich eine Anstellung bei einer Hamburger Reederei und sah mich alsbald in Holland an den Yachten arbeiten. Es folgte eine Überführung Delfzijl > San Remo, wo wir Charter fuhren.

Am Ende der Saison eröffnete die Firma mir, dass sie mich ab Saison 75 als Skipper auf S.Y.Argo einsetzen wollen. Gute Sache das, zumal es auch die Heuer verdoppelte.

1979 M.Y.Queen V

Irgendwann war Schluss mit Argo, sie war inzwischen verkauft und wir nicht mehr willig. Inzwischen war ja meine Freundin schon ein paar Jahre mit an Bord und so wurden wir von Robert an einen Eigner empfohlen, der sich gerade von seinem Skipper, der 22 Jahre bei ihm war, getrennt hatte.

So hatten wir alsbald ein neues Betätigungsfeld bei dem Eigner und seiner Frau Gemahlin. Ein Bootsmann kam noch hinzu und so machten wir lange Reisen durch´s Mittelmeer. Mitunter kamen neue Bootsleute dazu, teilweise regelten wir zwei das alleine mit dem Eigner Paar. Die Singles hielten sich immer nicht lang an Bord, sie vereinsamten offenbar schnell. Jedenfalls hatten wir einen bunten Reigen an Bootsleuten während unserer 4 Jahre an Bord.

1982 S.Y.Baloo Wieder Segeln

Wie das so ist mit einem eheähnlichem Verhältnis mit seinem Eigner……..nach vier Jahren hatten wir uns über und wir trennten uns freundschaftlichst.

Da kam mir die Baloo gerade recht. Wir übernahmen sie in Brindisi auf der Werft und steckten sehr viel Arbeit hinein um sie Seetüchtig zu bekommen. Chantiere Balsamo tat sein übriges und so segelten wir gen Korfu, wo wir die erste Saison verbrachten.

Wir verbrachten vier wunderschöne Jahre auf ihr, Segelten im Ionischen Meer, im Maddalena Archipel, an der Cote d´Azur, zu den Kanaren und schlussendlich über den Teich wo wir 6 Monate in der Karibik verbrachten.

Im Juni 86 trennte sich der Eigner schweren Herzens von uns, da seine Immobilien Geschäfte einbrachen. Mit einer schönen Abfindung versehen, „Ich will damit Danke sagen“ meinte er und so flogen wir zurück nach Frankreich zu unserer kleinen Wohnung in Villefranche sur mer.